Freitag, 11. Mai 2012

Weisheiten Suzuki Roshis (III)


Ein völlig aufgelöster, weinender Schüler fragte: "Warum gibt es so viel Leid?" Shunryu Suzuki erwiderte: "Kein Grund."

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Als sich ein Schüler in der Tempelhalle des Sokoji aufhielt, näherte sich Suzuki Roshi und sagte: "Nur am Leben zu sein ist genug." Dann drehte er sich um und ging weg.

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Ein Schüler fragte: "Ist die Erleuchtung ein umfassendes Heilmittel?" Suzuki Roshi sagte: "Nein."

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Ein Schüler gestand Suzuki Roshi, er würde während des Zazen ständig denken. Der Roshi fragte: "Ist Denken denn ein Problem?"

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"Die Hölle ist keine Strafe. Sie ist ein Übungsort."

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"Wenn es nicht paradox ist, ist es nicht wahr."

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Die Rechtmäßigung eines Mönches wurde angezweifelt, weil er nicht die üblichen Zeremonien und Bettelgänge mitgemacht und nicht sein Haar geschoren hatte noch Roben trug. "Bin ich nun ein Mönch oder nicht?", fragte er Suzuki Roshi. Der sagte: "Diese Dinge richten sich nach deinem Geist. Wenn du denkst, du bist ein Mönch, dann bist du einer. Wenn nicht, dann eben nicht."

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Wenn du kein Buddhist bist, denkst du, es gäbe Buddhisten und Nicht-Buddhisten. Als Buddhist erkennst du, dass jeder ein Buddhist ist - selbst die Wanzen.

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"Meister, esst Ihr Fleisch?" - "Ja." - "Buddha aß keines." - "Buddha war ein sehr frommer Mensch."

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"Wenn du die Übung fortsetzt, wird die Erleuchtung kommen. Aber selbst wenn sie nicht kommt, ist es fast das Gleiche, solange deine Übung tüchtig ist."


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