Dienstag, 1. Mai 2012

Der Zen-Meister Taego (II)


Wieder und wieder schau dir an, welche Form es hat. Plötzlich wirst du die Schranke der Buddhas und alten Patriarchen überwinden: Sie ist nur ein Lachen wert.

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Der Augenblick, bevor ein Gedanke geboren wird, ist bereits falsch. Versuchen, mehr darüber zu sagen, ist verfänglich.

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Wenn du auf natürliche Weise eins mit dem Geistgrund geworden bist, erreichst du den Ort, an dem du nichts weißt, nichts verstehst. Versuch nicht darüber nachzudenken, was dies ist, sei einfach aufmerksam und klar und halte dies allzeit aufrecht, was immer du tust, ob du dich bewegst oder stillstehst, redest oder schweigst. 

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Dieses Reich hat mich geboren, so wie in einem Senfkorn zehn Milliarden Länder verborgen sind. Pah! Wie roh und derb dieser Dorfmönch ist! Dem Herrscherwillen folgend, enthülle ich überflüssigerweise die Hässlichkeit meiner Familie. Die Buddhas und Patriarchen tadelnd, schaffe ich karmisches Leiden. Ha ha ha!
   Von nun an werde ich nicht mehr so handeln. Ich werde schnurstracks in die Berge gehen und mit den Affen und Tigern leben.

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Als wir uns trafen, gab es für mich kein Dharma, über das man reden konnte, und für dich kein Wort zu hören. Ein wahrhaftiges Sichbegegnen! Besteht nur der kleinste Vorwand zum Reden, wird alles zu Dornen von Meinungen. Dies ist das wahre Muster aller Treffen der Alten.

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