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Zen-Begriffe (VI): Gongo dôdan

Jenseits von Wörtern bedeutet alle Wörter (Gongo dôdan) Menschen neigen zur Ansicht, dass Zen die Sprache und Worte ablehnt und allein auf der Erfahrung fußt, mit der innere Vorgänge verstanden werden sollen. Dennoch nutzt man im Zen unzählige Bücher, die Aphorismen und Gedanken anerkannter Mönche enthalten. Dieser offensichtliche Widerspruch offenbart einiges über die tiefgründige Zen-Welt der Worte. Ein Ausdruck demonstriert den Zen-Denkansatz: Jenseits von Worten und Intellektualisierung (gongo dôdan) . Er trifft generell auf den Buddhismus zu und fand sogar Eingang in die japanische Umgangssprache.

Zen-Begriffe (V): Hyakushaku Kantô Shin Ippo

Weitermachen vom Gipfel aus (Hyakushaku Kantô Shin Ippo) Meistens wenn wir erfolgreich genug waren, ein bestimmtes Ziel zu erreichen, wollen wir eine Pause auf dem Gipfel machen, um unsere Zufriedenheit zu genießen. Aber wir müssen uns daran erinnern, dass der Fluss der Zeit unablässig weiterfließt, während wir pausieren.    Zen ermutigt uns, unsere Aufmerksamkeit auf den ungebrochenen Zeitfluss zu richten, in Form des Satzes: „Hyakushaku Kantô Shin Ippo“, der wörtlich meint, einen Schritt von einer 100 Fuß hohen Bambusstange zu machen.    Das „Shôbôgenzô Zuimonki“ meint dazu:    „Schüler auf dem Weg, lasst Körper und Geist los und tretet komplett in den Buddha-Dharma ein.“ Ein alter Weiser fragte: „Auf der Spitze eines 100 Fuß hohen Mastes, wie kannst du da noch einen Schritt weiter rauf steigen?“    In solch einer Situation denken wir, wir seien zum Tode verurteilt, wenn wir den Mast losließen, und so klammern wir uns fest.    Die Aus...

Zen-Begriffe (IV): Hyakufutô no ittô

Ein Erfolg unter hundert Misserfolgen (Hyakufutô no Ittô) Shakyamunis Lehre enthält die Doktrin über die vier und die acht Leiden (shiku hakku) . Die vier sind die Geburt, das Altern, Krankheit und Tod. Die restlichen vier, welche die acht Leiden vervollständigen, sind die Trennung vom Geliebten, Zusammensein mit Ungeliebtem, der Misserfolg beim Erfüllen von Wünschen und psychosomatisches Leiden. Der japanische Ausdruck „shiku hakku“ wird oft benutzt, um extreme Entbehrung zu beschreiben. Das Überwinden unabwendbaren Leidens ist eins der größten buddhistischen Ziele.    Wir wünschen uns ständig, zu haben, was uns als wichtig, wünschenswert oder vergnüglich erscheint, aber manchmal frustriert uns der Versuch, es zu bekommen. Läufer bekommen ihren Start nicht hin, egal wie lange sie üben. Baseballspieler schwingen  hundert Mal den Schläger, ohne dass es nur einmal so klappt, wie sie es gerne hätten. Manchmal, inmitten der ganzen Übung, brechen sie plötzlich aus dieser Kris...

Zen-Begriffe (III): Roseikon und Mukudoku

Totale Hingabe (Rôseikon) Sich einer Sache voll und ganz hinzugeben ist nicht so leicht, wie es scheint. Im „Eihei kôroku“ sagt Dogen Zenji, dass es äußerst wichtig sei, seine ganze mentale und körperliche Kraft in allen Aktivitäten zu konzentrieren.    Oder, um es anders auszudrücken, leg deine ganze Seele und deinen ganzen Körper in alles, was du tust – beim Aufstehen, beim Waschen, beim Frühstücken, bei der Arbeit, beim Treffen mit Menschen, mit denen du über die Arbeit sprichst, beim Teetrinken und so weiter. Überhaupt kein Verdienst (Mukudoku) Bodhiharma, in Japan immer noch unter dem Namen Daruma Daishi verehrt, führte den Buddhismus im frühen 6. Jahrhundert in China ein, während der Regierungszeit des  Imperators Wu in der Liang-Dynastie. Da der Imperator an Buddhismus interessiert war, arbeitete er voll Stolz daran, diesen bekannt zu machen, und lud Bodhidharma ein, bei ihm zu bleiben.    Zufrieden mit seinem eigenen Glauben, meinte d...

Zen-Begriffe (II): Honrai no menmoku

Die Zen-Lehre basiert  vorwiegend auf Begriffen wie „Ursprünglichkeit“ (honrai) und Selbst (jiko) .    Das erste Glaubens-Problem, auf das Dogen Zenji stieß, nachdem er das weltliche Leben verlassen hatte, war folgendes:  Wenn es so ist, wie man uns gelehrt hat, dann vereinen alle empfindenden Wesen ursprünglich die Buddha-Natur in sich. Was ist dann der Sinn in der Aufnahme von religiösem Training und religiöser Disziplin?    Er sprach davon, nachdem er von seinem Pilgerweg nach China zurückgekehrt und von seinem Mentor Rujing als wahrer Schüler anerkannt worden war.    Keizan Zenji, welcher den Glauben Dogen Zenjis übernahm, sprach oft vom innewohnenden Licht. Manchmal vergessen wir die Bedeutung dieses wichtigen Wortes bezüglich des Glaubens.  Es hat eine hohe Übereinstimmung mit den zahlreichen Verweisen aufs Licht in der christlichen Bibel. Beispielsweise: „Und es soll keine Nacht mehr geben, sodass sie weder das  Licht ein...

Zen-Begriffe (I): Sottaku dôji

Sottaku Dôji: Zeitgleiches Picken der Eierschale von Innen und  Außen Einst erzählte ein Priester des chinesischen Caodong (Zen), welcher Yuefeng Yicun hieß, seinem Schüler, dass das Verhältnis zwischen Gelehrtem und Schüler gleichzusetzen sei mit dem Picken an einer Eierschale, von der inneren und von der äußeren Schale aus.    Als der Neuling fragte, was er meinte, erklärte der Meister: „Wenn ein Küken bereit ist zu schlüpfen, es aber nicht kann, weil es zu schwach ist, so muss die Henne kommen und ihm helfen.“  Auf die Frage des Schülers, warum dies so sei, antwortete der Meister:  „Also, die Henne beginnt, von Außen gegen die Schale zu picken und das Küken tut dies ebenfalls, allerdings von Innen heraus. Wenn die Henne pickt, brauch sie die Unterstützung des Kükens. Und wenn das Küken pickt, so brauch es die der Henne. Ohne dies könnte das Küken nicht schlüpfen.“    Später legte Jing Qingdao seinen Auszubildenden diese Diskussion zwischen Meister ...

Die 10 Schüler Buddhas (X): Mahakatyayana

10.       Mahakatyayana: Unübertroffener Lehrer Der Junge, der zu schlau war Mahakatyayana, der als Junge Nalaka genannt wurde, wurde als Sohn einer Brahmanen-Familie in Avanti, im südwestlichen Teil des heutigen Indiens, geboren. Er hatte einen intelligenten älteren Bruder, der begeistert unter verschiedenen Lehrern studierte und dessen tiefgreifendes Wissen allgemeinen Respekt hervorrief. Doch Nalaka konnte schon Lehrinhalte nach einmaligem Hören verstehen, für die sein Bruder ein Jahr lernen musste, um sie zu beherrschen. Von Eifersucht getrieben dachte der Bruder sogar über Mord nach. Der Vater des Jungen ahnte dies und vertraute Nalaka seinem Onkel Ashita an, der voraussagte, dass der Neugeborene Siddhartha Gautama die Erleuchtung empfangen und zu Buddha Shakyamuni werden würde. Unter Ashitas Führung entwickelte sich Nalaka bis zu dem Punkt, an dem er übernatürliche Kräfte erlangte. Eines Tages, an seinem Totenbett, sagte Ashita zu Nalaka, dass ein Buddha ...

Die 10 Schüler Buddhas (IX): Aniruddha

9.       Aniruddha: Herausragend in geistiger Erkenntnis Von Geburt an glücklich Aniruddha war Shakyamunis Cousin väterlicherseits. Von allen Schülern  war sein geistiges Auge am Besten ausgebildet, die Wahrheit der Welt sowie das Leben und Sterben der anderen wahrzunehmen,. Als Sohn einer reichen Familie fehlte es ihm an nichts. Er wurde in seiner Kindheit von vier Kindermädchen betreut. Schon früh wurde er mit dem Studium verschiedener Fächer vertraut gemacht, wie der Arithmetik und Kunst. Er bezauberte seine Gefährten mit seinem guten Aussehen und seinem wohlproportionierten Körper. Seine Familienmitglieder waren von den Wundern, die um ihn herum passierten, erstaunt. Zum Beispiel hieß es, wenn er mit seinen Händen Wasser aus einer dreckigen Pfütze schöpfte, würde das Wasser sofort süß und sauber. Jeder, der ihn kannte, war fest überzeugt, dass er von Geburt an besonders gesegnet war. Ins religiöse Leben Später beobachtete er viele junge Männer der Sha...

Die 10 Schüler Buddhas (VIII): Subhuti

8.       Subhuti: Der die Wahrheit der Leere verwirklicht Im Jetavana-Kloster Subhuti, einer der zehn Hauptschüler Shakyamunis, war als sorgfältiger Beobachter der Wahrheit von shunyata bekannt, was oft als Leere übersetzt wird, aber eher der Bedeutung von Relativität gleich kommt. Es heißt, dass seine Teilnahme an auffälligeren Tätigkeiten verhindert wurde durch seine Annahme dieser Glaubenslehre und ihrer erhabenen spirituelle Übungen. Das ist auch der Grund, warum sein Name nur selten in den heiligen Schriften auftaucht. Durch das Festhalten an diesem schwierigen Konzept gewann er die eifrige Bewunderung von Gläubigen, die ihm Opfer in noch nie dagewesenen Mengen darbrachten. Darüberhinaus verdankte er seiner starken Gewissenhaftigkeit das warme Vertrauen Shakyamunis.    Subhuti fehlte es, als Sohn einer reichen Familie, an nichts. Sein Onkel Sudatta baute das Jetavana-Kloster, in dem Shakyamuni oft unterrichtete. Wegen seiner Hingabe für den budd...

Die 10 Schüler Buddhas (VII): Upali

7.       Upali: Hervorragend in der Einhaltung der Regeln Vom Barbier zum Mönch Fast alle Schüler, die bis jetzt in dieser Serie vorgestellt wurden, waren Nachkommen aus aristokratischen Familien. Upali hingegen war anders. Als Abkömmling der Shudra-Kaste war er ein Barbier. Später wurde er für sein sorgfältiges Verständnis und die genaue Ausübung der Regeln Shakyamunis berühmt.    Es gibt verschiedene Gründe, warum sich Upali für das religiöse Leben entschieden hat. Einer Darstellung zufolge war er ein gewissenhafter Barbier, der hart für die Shakya-Kaste arbeitete. Als Shakyamuni sechs Jahre nach seiner Erleuchtung in seine Heimatstadt zurückkehrte, hatte Upali die Ehre, ihm den Kopf zu rasieren. Von Shakyamunis Aura völlig hingerissen, flüsterte Upali: „Wie wunderbar muss es sein, ein Schüler dieses bewundernswerten Menschen zu sein.“    Aus Anlass dieses Besuchs drängte Shakyamunis Vater, König Sudhodana, mindestens ein Mitglied jeder Fa...

Die 10 Schüler Buddhas (VI): Rahula

6.       Rahula: Ein bescheidenes Mitglied des Ordens Shakyamunis Sohn Als Shakyamuni 29 Jahre alt war, wurde sein einziger Sohn Rahula, der später einer seiner zehn Hauptschüler wurde, geboren. Kurz darauf sagte Shakyamuni dem weltlichen Leben ab und begab sich auf die religiöse Suche. Obwohl er seinen Vater über Jahre nicht sah, hatte Rahula, umringt von liebevollen Menschen, eine glückliche Kindheit in Kapilavastu, der Hauptstadt der Shakya-Kaste.    Die beiden trafen sich erst sechs Jahre später, als Shakyamuni, nachdem er die Erleuchtung erfahren hatte, seine Heimatstadt besuchte. Rahula konnte seine Schüchternheit und Verwirrung nicht verbergen. Seine Mutter nahm vorsichtig seine Hand und sagte: „Schau, diese strahlende Person, die von vielen Schülern umringt ist, ist dein Vater.“  Mit gelassenem Gesichtsausdruck beobachtete Shakyamuni, wie sein Sohn sich ihm mit zitternder Brust näherte und sagte: „Du bist mein Vater? An deiner Seite zu st...

Saul Bellow: Herzog

"Die Erneuerung des Geistes durch das Fleisch"

"In diesem Zimmer voll orientalischer Pracht, in dem er auf grundsaetzlicher Suche - grundsaetzlich wohlgemerkt - nach lebenspendender Freude war, die fuer Moses G. Herzog das Raetsel des Koerpers loeste (ihn von der fatalen Wirrnis der Weltlichkeit heilte, die das weltliche Glueck zurueckweist - diese westliche Seuche, dieser geistige Aussatz), schien er sein Ziel gefunden zu haben."

Die 10 Schüler Buddhas (V): Purna

5.       Purna: Der höchste Prediger Shariputra ist beeindruckt Aufgrund seiner hohen Redegewandtheit war Purnamaitrayaniputra, der auch vereinfacht Purna genannt wurde, als höchster Prediger unter Shakyamunis Schülern sehr angesehen. Purna wurde in einem Brahmanen-Dorf als Sohn einer wohlhabenden Familie nicht weit von Kapilavastu, dem Ort von Shakyamunis herrschaftlichem Palast, geboren. Von Haus aus weise und gewissenhaft, wuchs er zu einem ansehnlichen Brahmanen mit neunundzwanzig hervorragenden Gefährten heran. Seine hohe Gewissenhaftigkeit jedoch regte seinen Wunsch nach Selbstverbesserung an, so dass er das weltliche Leben für ein religiöses Leben aufgab. Mehrere Ursachen sind aufgeführt. Es heißt, dass die Eifersucht wegen einer Frau ihn zum Aufgeben des weltlichen Lebens trieb. In anderen Versionen dieser Geschichte wird behauptet, dass der Grund entweder in einer verlorenen Debatte mit Shakyamuni oder in der Erkenntnis der eigenen Unreife lag.  ...

Richard Ford: Verdammtes Glueck

"... da dachte er, dass es fuer Verliebte nur eine gefaehrliche Luege gab, naemlich zu glauben, die Liebe sei von Dauer. Wenn man das erst begriffen hatte, machte einen die Liebe nicht mehr ungluecklich, und man war davor gefeit, zu tief zu fallen. In der besten Welt war das ein verlorenes Unterfangen, aber selbst das konnte befriedigend sein, wenn man nicht darauf beharrte, den Verlust wettzumachen, denn dabei konnte man sich aus Versehen selbst kaputtmachen. Und das wollte er vermeiden. Er kannte die Grenzen der Liebe, und das war der Schluessel zu allem."

Die 10 Schüler Buddhas (IV): Maudgalyayana

4.       Maudgalyayana: Ein Experte für geheime Kräfte Den Reichtum aufgeben, um den einen Weg zu suchen Shakyamunis Schüler Maudgalyayana disziplinierte sich unermüdlich selbst und strebte danach, den buddhistischen Weg zu perfektionieren, ohne jemals seine geheimen Kräfte zu missbrauchen oder mit ihnen zu prahlen. Sein guter Freund Shariputra und er galten jüngeren Mönchen als buddhistische Musterschüler.    Maudgalyayana wurde in dem Dorf Kolita als Sohn einer reichen Brahmanen-Familie geboren. Er hatte viele Bedienstete und lebte in einem geradezu himmlisch palastartigen Heim. Er hatte alles, was man sich nur wünschen konnte. Neben ihm wohnte Shariputra, mit dem er seit seiner Kindheit spielte und lernte. Ihre Freundschaft war stark und hielt bis zum Tod.    Obwohl die beiden Männer glücklich schienen, waren sie von aufwühlenden Gedanken belastet, die sich verfestigten, als sie an einem Fest auf einem Berg teilnahmen. Selbst inmitten des...

Zen als Erektionshilfe?

Christoph Jantzen hat einen neuen bissigen Text ueber seltsame Gaeste in seinem Haus verfasst. Da schon beim Anblick des hemdsoffenen Kursleiters einschlaegige Assoziationen in mir geweckt wurden, verblueffte mich seine abwegige Erkenntnis ueber den Manne: Dieser wolle nicht Sex, sondern ejakulieren, und es ginge um die "winzige Sekunde (der Leere) danach". Also, ich muss da widersprechen. Hier in Thailand, wo ich mich gerade noch befinde, geht man einfach in die Apotheke und besorgt sich Kamagra, die billige indische Version von Viagra (oder das gleichfalls wirksame Cialis), wenn man seine Erektion verlaengern will. Dennoch geht es nicht ums Ejakulieren. Ich habe z. B. bereits vor der Pubertaet masturbiert und Orgasmen gehabt, wie viele andere Menschen auch, und ich kann selbst dann noch orgasmen, wenn ich mich hierzulande mal voellig ausejakuliert habe. Das sind verschiedene Dinge. Entscheidend dabei ist nicht das "danach", sondern das (Zucken) "waehrenddess...

Die 10 Schüler Buddhas (III): Ananda

3.       Ananda – Unentbehrliches Gedächtnis Eine gütige Natur Ananda, der Shakyamuni  die letzten fünfundzwanzig Jahre seines Lebens als persönlicher Begleiter diente, hörte mehr von den Lehren als jeder andere Schüler und brachte erstaunliche Konzentration auf, um diese im Gedächtnis zu behalten. Deshalb ist er auch als unübertroffener Zuhörer der Lehren bekannt. Sein starkes Gedächtnis spielte eine große Rolle beim Zusammenstellen der  Lehren auf der Ersten Ratsversammlung, die nach Shakyamunis Tod abgehalten wurde.    Als Mitglied der Shakya-Kaste war Ananda Shakyamunis Cousin. Obwohl er zu Buddhas Begleiter ernannt wurde, erwartete er nie eine Sonderbehandlung. Shakyamuni vertraute ihm wegen des Eifers, mit dem er der Lehre lauschte, aus tiefstem Herzen.    Als äußerst gütiger Mensch drängte Ananda Shakyamuni, den Unglücklichen zu helfen, was auch die folgende Geschichte offenbart:    Eines Tages beim Spazierengehen ...

Paul Theroux: Blinding Light

"And he had discovered through the drug's blinding light that the truth was sexual: the source of truth was pleasure itself, fundamental and sensual. Everything else was a dishonest aspect of an elaborate and misleading surface - all lies." (p. 144) "It's become clear that cash is the only way to deal with problems in life." (D.B.C. Pierre: Vernon God Little)

Die 10 Schüler Buddhas (II): Shariputra

2.       Shariputra: Der Weise Die jungen Jahre Shariputra, der als der weiseste von Shakyamunis zehn Schülern galt, war ein Vorbild für alle anderen Mönche und Führer des Ordens. Wir können viel von seinem Leben lernen.    In einem Brahmanen-Dorf namens Nalandagrama im alten Königreich von Magadha lebte ein Mann, der für seine Debattierkünste berühmt war. Eines Tages wurde er von einem jungen Disputant übertroffen. Obwohl er gewonnen hatte, blieb der jüngere Mann bescheiden und sensibel gegenüber den Gefühlen seines Gegners. Daraufhin gab ihm der ältere Mann seine Tochter zur Frau. Das Paar hatte einen Sohn, den sie Upatishya nannten und der später den Namen Shariputra annahm.    Upatishya hatte einen guten Freund namens Kolita. In der Tat wurden beide von ihren Müttern am gleichen Tag geboren. Beide entstammten reichen Familien und waren herausragend in der Wissenschaft und den Künsten. Eines Tages erweckte der Anblick eines religiösen Fest...