Sonntag, 2. Oktober 2011

Dôgens EIHEI KOROKU (XXI):
Sünden


       Eines Tages sagte ein Laie zum zweiten Patriarchen Hui-ko: „Ich bin Euer Schüler und sehr krank. Darum möchte ich meine Sünden aus früheren Existenzen bereuen.“ Hui-ko erwiderte: „Bring mir deine Sünden. Ich werde sie für dich bereuen.“ Nach einer Weile meinte der Laie: „Ich kann meine Sünden suchen, aber nicht fassen.“ Hui-ko sagte: „Ich habe sie bereits für dich bereut. Du musst nur den Buddha, den Dharma und die Sangha im Geist behalten.“

Deine zahllosen Sünden sind nicht zu fassen,
vielmehr sind sie das Reich wunderbarer Erleuchtung.
Wenn dieser Laie plötzlich dieses Reich wiederentdeckt,
wird ihm eine kühle Brise erfrischend entgegenwehen.

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