Freitag, 27. Mai 2011

Der Buddhismus liebt die Stille,
der Bundestag nicht

"Gegen Kinderlärm in Kitas und auf Spielplätzen kann künftig nicht mehr wie bisher vor Gericht geklagt werden. Der Bundestag beschloss einstimmig eine Reform des Immissionsschutzgesetzes, wonach Kinderlärm künftig nicht mehr als "schädliche Umwelteinwirkung" behandelt wird."* Einstimmig, also durch die Bank haben sich die etablierten Parteien mal wieder blamiert.

Bei diesen Kindern handelt es sich, wie wir wissen, in erster Linie um den Nachwuchs von Einwanderern, denn die Geburtenzahlen von einheimischen Deutschen sind nicht signifikant. Das Deutsche kaum Kinder bekommen, liegt aber eben nicht daran, dass sie sich nicht austoben dürften. Im Gegenteil ist dieses ungehemmte "Laufen- und Krachmachenlassen" in erster Linie ein Kennzeichen muslimischer Erziehung und stößt in gemischten Wohngebieten darum auch immer wieder auf den Widerstand vornehmlich von Deutschen oder assimilierten Zuwanderern. [Womit nicht gesagt sein soll, dass es unter diesen nicht auch Asoziale und vernachlässigte wie verhätschelte Einzelkinder gibt.] Man betrachte, so man die Chance hat, z.B. nur mal japanische Mütter und ihren Umgang mit deren Kindern, der immer noch überwiegend darauf ausgerichtet ist, Rücksicht auf die Gemeinschaft zu nehmen. Dieser Gesetzesentwurf ist ein Armutszeugnis, weil er die angestammten erzieherischen Werte verrät, die ebenfalls auf Rücksichtnahme gegründet sind, und den zunehmenden psychischen Störungen der Kinder, die sich in Hyperaktivität und unmotiviertem Schreien äußern, nichts wirklich Hilfreiches entgegenzusetzen weiß. [Verantwortlich sind natürlich überwiegend Bundestagsabgeordnete, die weitab von sozialen Brennpunkten, möglichst im Grünen und in sicherer Entfernung von Kitas und Spielplätzen leben.] Stattdessen sollen nun auch die Krankheiten von Nicht-Kindern (Anwohnern), auf die Lärm ebenfalls stresshaft wirkt, in Kauf genommen werden. Daraus entsteht dann freilich ein beträchtlicher volkswirtschaftlicher Schaden. Im Übrigen ist zu fragen, inwiefern § 117 OWiG (aus dem ein ganztägiges Verbot unnötiger Ruhestörung hervorgeht) anzuwenden ist, um sich gegen diese Novelle zu wehren.

"Die Opposition verlangte aber eine Ausweitung des Schutzes auch für Lärm, der von Jugendlichen ausgeht."* Das ist tatsächlich nicht mehr zu überbieten. Wir haben hier jahrelang gebraucht, um den Jugendlichen das Fußballspielen und Rumkrakeelen bis nach Mitternacht abzugewöhnen. Kürzlich ging ich kurz nach 22 Uhr an einem Bolzplatz im Frankfurter Gallusviertel vorbei, der direkt zwischen Wohnblocks installiert (und nicht hinreichend schallisoliert) wurde. Gerade flog ein Ball über den Schutzzaun direkt an die Fensterscheibe eines Anwohners. Welche Mieten soll man in solchen Gegenden noch bezahlen?

Heute mittag sah ich Newt Gingrich, Joe Biden und Mike Huckabee, prominente US-Politiker, in Ausschnitten aus der Daily Show, einem in Nordamerika beliebten Talkformat. Schließlich konnte ich sogar noch Donald Rumsfeld erleben, der zu den Fehlurteilen bzgl. der Chemiewaffen im Irak Stellung nehmen musste. In diesem Moment dachte ich, dass mir ein Bundestag voller Gingrichs, Bidens, Huckabees und sogar Rumsfelds lieber wäre als unsere tauben Nüsse.

(* Quelle)

Kommentare:

  1. Es waere doch mal gut wenn die Deutschen lernen wuerden mit-einander zu leben und nicht gegen-einander, dann wuerden sich naemlich auch die von dir nicht sehr beliebten Muslimen, mit den Deutschen leben und nicht gegen sie.
    Und dass DU dich als weit gereister Mensch gegen Auslaender ( Muslimen) stark machst ist schon komisch, du bist ja auch ein Auslaender – fast ueberall.
    Ich lebe hier in Durban South Afrika seit Jahren seite an seite mit Christen, Hindus, Muslime, Zulus, Xhosas, zusammen, und es klappt gut, in Nelson Mandelas Rainbow Nation, wo ist denn das Problem? Auch die obgenannten Religionen lieben die ruhe nicht nur die Buddhisten!
    gruss markus

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  2. In Thailand, wo ich besonders gern hinreise, sind die Probleme mit Muslimen ähnlich signifikant im Süden. Wahrscheinlich lebst Du in Südafrika nicht in erster Linie mit Türken und Arabern, sondern mit (süd)afrikanischen Muslimen zusammen. Wie ich hier in etlichen TV-Dokumentationen sah, haben eine Million Weiße Südafrika seit dem Ende der Apartheid verlassen (Stand war 2007!). Vielleicht siehst Du die Probleme nicht. Je nachdem, wie ich es betrachte oder wo ich mich bewege, kann ich sie auch ausblenden. Dass Muslime in Deutschland sich besondere Mühe geben, MIT Deutschen statt gegen sie zu leben, kann ich nur bedingt erkennen. Man bräuchte hier nur durch die Häuser zu gehen, in jedem werden bereits in den Hausfluren zig im Mietvertrag geregelte Vereinbarungen nicht eingehalten. Vor dem türkischen Supermarkt in der Nähe mussten wegen ständiger Parkerei auf dem Bürgersteig Geländer angebracht werden. Trotzdem parken die Stammgäste des Ladens noch gerne falsch, statt den großen Parkplatz hinter dem Markt zu benutzen - damit sie nicht noch zehn Meter weiter laufen müssen. Ich als "weit gereister" verstehe mich möglicherweise im Ausland besser an die dortigen Gepflogenheiten anzupassen. Ich bin auch weder Asylant noch Wirtschaftsflüchtling, was natürlich ein Luxus ist.

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  3. Du hast natuerlich schon recht, Tuerkische Muslime sind sehr selten hier, dafuer aber Pakistanische die ,die mehrheit ausmachen. Vielleicht sehe oder merke ich halt die umstaende nicht, da hier sowieso das Chaos herrscht, Parken, Verkehr und so weiter, vielleicht vergleichbar mit Bankok .
    Diejenigen die Sued Afrika verlassen haben und noch verlassen werden sind solche Menschen die sich nicht anpassen koennen oder wollen, und die nicht begriffen haben das, dass Land nicht Ihnen gehoert und auch nie gehoert hat, fuer sie sind anders farbige dumm ( leider ).
    Also wie gesagt wir leben hier ein bunt gemischter hauffen Menschen zusammen und jeder respektiert jeden wie er ist und was er ist und ich muss sagen da wo ich wohne werde ich und meine Familie ( gemischt rassig ) respektiert ( lebe in einem vorwiegend Hindu,Muslim, Schwarzen viertel. Dagegen ist eine gemischt rassige Ehe bei denn Weissen verpoennt. Wann werden wir endlich lernen zusammen zu leben?

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  4. Hallo Guido,
    eigentlich mag ich deine kritischen Einträge ja sehr gerne, aber was du hier von dir gibst ist schon sehr bedenklich. Eine derart undifferenzierte Art und Weise über Muslime zu sprechen, hätte ich von dir nicht erwartet. In Wahrheit hat das von dir beschriebene Verhalten rein gar nichts mit dem muslimischen Glauben zu tun. Da müsste man wohl eher schauen aus welchen sozialen Milieus die Leute kommen und vor allem unter welchen, teils schwierigen, Umständen sie hier, im ach so toleranten Deutschland, leben müssen. Du gehst da leider voll der derzeit vorherrschenden islamophobischen Stimmungsmache auf den Leim. Wenn du möchtest kann ich dir gerne gute Texte zum Thema schicken.

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  5. Danke, ich kann ja googeln und habe meinen Scholl-Latour, meinen H.-Hübsch, meine "Mohameddanischen Versuchungen" usf., vor allem die zahlreichen Beiträge, die über den "Perlentaucher" verlinkt waren.

    Du irrst, denke ich, in zweierlei Hinsicht. In einer Zeit, wo die Aufnahme der Türkei in die EU diskutiert wird, kann man nicht wirlich von "islamophobischer Stimmungsmache" rede. Meine Ansicht dazu ist in einem fast fünzigjährigen Leben und einschlägigen Erfahrungen auch außerhalb des sozial schwachen Milieus gewachsen - ich hatte es während meiner Studienzeit auch mit Akademikern zu tun,ferner z.B. mit einem ehemaligen Bürgermeister aus der Türkei (mit dessen einer Tochter ich nicht ohne die andere weggehen durfte) und mit Geschäftsleuten. Ich bin auch mal ein Verhältnis mit einer Türkin eingegangen, so wenig "phob" sieht meine Realität aus.

    Die Milieu-bedingten Unterschiede sind von mir ja eingeräumt worden, erklären jedoch nicht alles. Unter den Muslimbrüdern gibt es beispielsweise hoch gebildete, wie z.B. auch Bin Laden aus besseren Verhältnissen stammende Fanatiker. Ich gehe also da lieber mit einem Michel Houellebecq "auf den Leim", der sagte, dass der Islam die dümmste aller Religionen sei.

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