Mittwoch, 23. November 2016

Über die Dummdreistheit mancher thailändischer Frauen ... und europäischer Männer (und Update zum "Thay")

Der Vollständigkeit halber vermelde ich zunächst, was zu erwarten war. Ich erfuhr es von Tenzin Peljors Blog:

Die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Frankfurt (!) gegen den als Thich Thien Son alias Thay bekannten Geschäftsmann in buddhistischen Klamotten sollen wegen unzureichender Indizien eingestellt worden sein. 

Nun  zum heutigen, schon länger im Voraus verfassten Beitrag.

***

"Weißt du nicht, dass die Religion der Frau in ihrer Ritze liegt?" *

Etliche Deutsche, die längere Zeit in Thailand verbracht haben, fassten ihre Erfahrungen schon in bemüht witzig-sarkastischen oder in rachelüsternen Büchern und Kolumnen zusammen, deren Mittelpunkt natürlich die Thailänderin selbst bildet, vor allem jene Sorte, die käuflichen Sex anbietet. Ich möchte nun mal aus meiner Sicht ein paar Erlebnisse schildern, die womöglich dem ein oder anderen Reisenden oder Auswanderer zu denken geben könnten, der sich hierher gegoogelt hat. 

Eine gute Bekannte, für deren eines (Mischlings-)Kind ich über einen längeren Zeitraum häufig Babysitter spielte und das mich eine Weile als Vater ansah, hat drei Kinder von drei Männern. Keiner der Männer kümmert sich um den Nachwuchs. Sie trägt dafür Mitverantwortung, weil sie z. B. die Telefonnummer des ersten Vaters verschlampte, der eine Weile zumindest einen kleinen Geldbetrag schickte. Ich schlug vor, diesen Mann mithilfe von Datenbanken zu suchen, aber der Phlegmatismus meiner Bekannten steht ihr im Weg. - Für das Mischlingskind sollte eigentlich ein 80-jähriger Malteser zuständig sein, der großspurig meinte, es sei seines, als ich mit ihr eines Tages an ihm vorüberspazierte. Nach anfänglich freundlicher Kontaktaufnahme wurde ich kürzlich deutlicher und drängte ihn zu dem DNA-Test, dem er bereits zugestimmt hatte. Jedoch habe ihn die Mutter ja nie darauf angesprochen, sondern immer ich. "Was, wenn du der Vater bist?" - "Dann überlege ich noch mal. Vielleicht komm ich auch einfach nicht mehr wieder." Ich hatte ihm vorgeschlagen, allein wegen seiner großen Klappe wenigstens 100 Euro im Monat für das Kind locker zu machen. - Das jüngste Kind ist von einem Thai, der es ebenfalls unbedingt ohne Gummi machen wollte, in einem Hotel, noch was drauflegte und nie mehr gesehen ward ...

Mithilfe einer christlichen Hilfsorganisation (ich berichtete hier) gelang es, die Bekannte wieder mit ihrer Mutter zusammenzuführen, die sich lange um das erste Kind meiner Bekannten gekümmert und ihre Tochter für tot gehalten hatte, da sie sich nach der Geburt ihres zweiten Kindes nicht mehr meldete. Trotz all dieser Nachlässigkeiten, eines hat meine Bekannte nicht gemacht: ihre Kinder weggegeben oder im Stich gelassen. 

Ganz anders erging es einem Skandinavier, den ich auf einem Abenteuerspielplatz kennenlernte, als sich die Tochter meiner Bekannten mit seiner anfreundete. Er hat seine Tochter gemeinsam mit einer Thai gezeugt, die ihn verließ, als das Kind drei Jahre alt war und nachdem er  ihr in einem offenbar schwachen Moment (wegen Erkrankung) seine ATM-Karte inklusive PIN in die Hand gab. Die Mutter räumte das Konto leer und machte sich aus dem Staub. Der Skandinavier arbeitet nun als Sportlehrer in einem Hotel für ca. 500 Euro im Monat und versucht seiner Tochter zusätzlichen Englischunterricht und dergleichen zu finanzieren.

Womit wir beim Thema Dreistheit wären. Das Verhalten von Frauen wie der Expartnerin des Skandinaviers widert mich an. Eine andere Form, die Mutterliebe nicht ausschließt, tut es jedoch ebenfalls. Kürzlich habe ich mal wieder eine Freelancerin nachts bei mir gehabt. Man weiß ja, wenn man solche Verabredungen über einschlägige Dating-Apps macht, eher nicht, was man bekommt. Die Frau war weder besonders attraktiv noch besonders aufregend im Bett. Da sie bei mir Milchpulverpackungen sah (die ich zuweilen für meine Bekannte und für die bettelnden Mütter aus Kambodscha besorge), kamen wir ins Gespräch und sie zeigte mir ein Foto von ihrem Haus im Wert von 4 Millionen Baht (100.000 Euro), das ihr ehemaliger Partner, ich glaube ein Schotte, ihr überlassen hatte - nach nur dreieinhalb Jahren Beziehung. Er habe gekokst und gesoffen und es sei nicht mehr auszuhalten gewesen mit ihm. Ich fragte sie, warum er ihr das Haus nicht entzogen hätte (wozu es Mittel gäbe, wenn man es von Anfang an richtig anstellt, auch wenn Ausländer als Privatpersonen in Thailand kein Land besitzen dürfen), und es kamen die üblichen arroganten Bemerkungen, das wäre gar nicht möglich usf. Dann erzählte sie, dass sie ihren einzigen Sohn, den sie von einem Thai hat, auf eine internationale Schule schicke, die 2.500 Euro im Jahr koste. Darum ginge sie auch anschaffen, denn sie habe ja kein Geld. Wie sich herausstellte, besaß sie jedoch ein Motorrad, ein Auto und eben dieses Haus, woraufhin ich spottete, sie sei so dumm wie ihr Ex, der seine Beziehung viel zu teuer erkauft hätte, denn sie hätte ja Millionen (Baht), wenn sie nur das Haus verkaufte, das im Moment sowieso niemand bewohne. 

Mit diesen drei Frauen habe ich gleich einige typische Vertreterinnen des weiblichen Geschlechtes in Thailand beschrieben. Eine Frau, die ich vor Monaten schon mal kennenlernen wollte mittels einer App, die aber nur gemeinsam mit einer ihrer Freundinnen mit mir essen gehen mochte - wovon ich nichts halte -, hatte ich gerade in einem neuen Anlauf direkt gefragt, ob sie nicht "short time", also ein ca. einstündiges sexuelles Treffen wolle. Sie fragte, was ich zahlen würde, gab aber danach zu erkennen, dass sie nur ihren Spaß mit mir triebe, sie sei kein "bar girl" und ich solle "an den Strand gehen" (was widersinnig ist, da es sich um zwei unterschiedliche Gruppen von Frauen handelt, wobei die am Strand freischaffend und günstiger sind). Also erzählte ich ihr, dass doch gerade in Thailand sowieso jeder zahle, auch wenn er eine Lehrerin oder Bankerin heirate, und wollte von ihr wissen, was sie sich denn bei einer Heirat als Summe vorstelle (in einem ähnlichen Fall hatte mir mal eine junge Schönheit, die mich ein paar Minuten kannte, umgerechnet 13.000 Euro vorgeschlagen). Die Reaktion war so vorhersehbar, wie sie es in Deutschland ist, wenn man den alten Hut ganz unromantisch aufs Tablett bringt, auf dem steht, dass die Ehe in vielen Fällen ein Geschäft ist. Der Frau des Koksers im obigen Beispiel, die ihren Ex als einen in Hongkong erfolgreichen Geschäftsmann beschrieben hatte, sagte ich noch, ein wirklicher Geschäftsmann wüsste, dass man einer Frau nicht schon vor der Beziehung ein Haus für 100.000 Euro bauen lässt. Diese Vollidioten, die hier die Schattenwirtschaft mit Überweisungen aus dem Ausland stützen und kleinkriminellen Weibern Geld und Besitz nachschmeißen, haben wahrscheinlich geerbt oder ihr Geld auf illegale Weise verdient, weshalb sie dessen Wert nicht zu schätzen wissen. Und sie erkennen nicht einmal, dass die Frauen, für die sie sich begeistern, keine Klasse haben. 

Unterm Strich haben die beiden mehr oder weniger schäbigen Frauen aus Beispiel zwei und drei scheinbar das größere Los gezogen, ob sie nun ihr Kind im Stich ließen (was offenbar leichter fällt, wenn es von einem Ausländer ist) oder sich für ihr Kind ins Zeug legen. Trotz all ihrer Fehler und ihrer Antriebslosigkeit ist meine Bekannte aus Beispiel eins, die nun versucht, ihre drei Kinder durchzufüttern, und der - jedenfalls bis jetzt - mangels Verderbtheit wohl auch noch kein blöder reicher "Farang" auf den Leim ging, also eine kleine naive Heldin. In diesem Sinne möge man die heutige Geschichte, wie auch künftige, als Anregung lesen, über die Komplexität des "Guten" nachzudenken, dass der (Zen)Buddhist ja tun - und das Böse meiden - soll. Denn gemäß eines kulturell anders geprägten Blickwinkels wird sogar ein spendabler Depp, den man im Grunde bloß reingeritten hat, in Thailand regelmäßig zu jemandem "mit einem guten Herzen" verklärt - von Menschen, die gerne vor Buddhastatuen und Altären beten, bevor und nachdem sie jemanden ausgenommen haben. 

"Liebe ist also lächerlich, weil sie nicht von Dauer sein kann, 
und Sex ist lächerlich, weil er nicht lange genug dauert." **

[* Der duftende Garten des Scheik Nefzaui, übersetzt von Heinrich Conrad. 
** Charles Bukowski: Held außer Betrieb. Fischer 2014]




[Kermit beantwortet die Frage nach dem Ton der einen Hand ...]

1 Kommentar:

  1. Warum die einen etwas tun (müssen) und die anderen es sein lassen (können) hat viel mit dem eigenen Bewusstsein, mit den jeweiligen Umständen und den Situationen zu tun.
    Menschen sind viel gespalten. Sie können einer Religion angehören- Beichten, Beten und weiterhin mit schädlichen Absichten weiter leben.(Verheiratete) Männer können mit anderen Frauen gekauften Sex ohne Kondom haben wollen und entsprechende Geschlechtskrankheiten an die nichts ahnenden Frau zu Hause weiter geben.
    Ich denke, erst wenn man in in sich Mitgefühl, Reue spürt, ist eine nach haltige Wandlung möglich.

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