Mittwoch, 25. März 2015

Die "Rei-Bande": Intermezzo
mit einem Hinweis auf Masters & Johnson

Im Forum "Buddhaland" hat der Moderator Ji'un Ken (Alf Bartholdy), der dort erst kürzlich nach einer Abmahnung meinerseits die Veröffentlichung einer privaten Email rückgängig machen musste, folgendes behauptet: "Ich habe heute eine Mail von der "japanischen Botschaft" in Hamburg bekommen, mit der Bitte, meinen Streit mit Herrn K. selber zu klären. Dieser hat dort per Mail nachgefragt, ob sie wirklich etwas für mich übersetzt hätten, denn es könnte sein, das ich lüge."

Wie üblich, ist diese Behauptung aus dem Zusammenhang gerissen. Ji'un Ken hatte behauptet, die "japanische Botschaft" in Hamburg angeschrieben zu haben. Es gibt dort jedoch nur ein Generalkonsulat, die Botschaft sitzt in Berlin. Da also zunächst nicht klar war, wen er überhaupt kontaktiert hatte, schrieb ich zur Sicherheit gleich auch noch die Botschaft in Berlin an, die übrigens antwortete, sie würde keine Übersetzungsanfragen bearbeiten.

Dem Generalkonsulat in Hamburg hatte ich folgendes geschrieben:

"Sehr geehrte Damen und Herren,

in einem buddhistischen Forum behauptete heute ein User namens Ji'un Ken (bürgerlich Alf Bartholdy), dass er die "japanische Botschaft" in Hamburg um die Übersetzung eines Artikels aus einer buddhistischen Zeitschrift gebeten habe: 
Den Artikel sende ich Ihnen im Anhang. 

Möglicherweise hat er gelogen, oder aber er meinte Ihr Japanisches Generalkonsulat. (...)"

Die Möglichkeit, dass Ji'un Ken gelogen haben könnte, bezog sich also zunächst auf seine eigene sachlich falsche Aussage, er habe die "japanische Botschaft" in Hamburg angeschrieben - da es eine solche dort ja nicht gibt. Wenn man behauptet, eine offizielle Stelle an einem Ort angeschrieben zu haben, die es dort gar nicht gibt, setzt man sich natürlich dem Verdacht aus, gelogen zu haben. Oder aber dem, dass man da eine Bildungslücke hat. Darum habe ich dies gleich mit bedacht: Falls er das Generalkonsulat gemeint haben solle, habe ich demzufolge KEINE Lüge unterstellt, wie aus meiner Formulierung ("oder") eindeutig hervorgeht.

Als klar wurde, dass das Generalkonsulat tatsächlich involviert war, habe ich nachgehakt, was denn dort nun übersetzt wurde, da Ji'un Ken den Passus, den er zitierte, nicht in Anführungszeichen setzte und damit nicht als wörtliches Zitat markierte. Daraufhin wurde ich auf Bartholdy zurückverwiesen.

***

Drollig ist - im gleichen Thread - auch der Beitrag von blue_apricot, dem Pendant zu "stiller_raum", das mal wieder nicht mehr an sich halten konnte und sich über seine Gesinnung verriet:

"Die Verantwortung wie sich das weiter entwickelt, ich meine auch im Hintergrund, nicht für jeden sichtbar, die liegt auch bei uns allen. Er agiert jetzt in Thailand und von da ausgehend - und seine Emotionen und Handlungen, die hier vielleicht aufgeheizt werden, werden auch vor Ort wirksam. Ich möchte nicht daran beteiligt sein, wenn er sich das die nächste "Hure" greift um sich auszuagieren oder irgendein Video mit angeblichen Mönchen beim Sex veröffentlicht, mit Leuten, die sich in ihrer Armut nicht mehr zu helfen wissen Sein ganzes Vorgehen, seine Sichtweisen sind abscheulich und inhuman, und mit nichts zu rechtfertigen."

Diesen Beitrag habe ich nicht gemeldet, weil sich daran noch einmal die Gesinnung von feigen anonymen Stalkern im Internet aufzeigen lässt. Zunächst wird der Ausdruck "Hure" nicht von mir benutzt, sondern von einer von diesem Berufszweig (und wohl auch der Sexualität im Allgemeinen) offensichtlich angewiderten Person. Dazu kommt eine Prise Hobby-Psychologie und eine dickere Portion Dummheit: Die in den Videos gezeigten Mönche sind zweifelsfrei ebensolche, der in Thailand ertappte wurde von der Polizei überführt, ein Geständnis findet sich im Video. Der Kambodschaner mit den rotierenden Hüften lebt in den USA (!), und er wurde zur Massage der von ihm bestiegenen Frau gerufen. Es handelt sich also keinesfalls um "Leute, die sich in ihrer Armut nicht mehr zu helfen wissen".

Dazu gibt es eine schöne Anekdote. Kürzlich sprach ich mit einem Leutnant der Einwanderungsbehörde über den Umgang mit Wanderarbeitern in Thailand. Es ging um die Berufsmöglichkeiten dieser Menschen. Da sagte er nicht ohne Ironie, man habe ein Abkommen ("MoU") mit den Nachbarländern (Kambodscha, Myanmar, Laos) getroffen, nach dem deren Arbeiter eben bevorzugt die Jobs erledigen dürften, die Thais selbst oft nicht mehr machen wollten. Darum dürfen sie momentan zwar für den Mindestlohn auf dem Bau schwitzen oder Zimmer putzen (was natürlich auch fast jede thailändische Prostituierte könnte), aber zum Beispiel nicht in besser bezahlte Massagejobs, wie etwa im Spa, die Thais vorbehalten bleiben sollen.
   Zur Erinnerung: Es gibt hier praktisch keine Arbeitslosigkeit, darum ist jeder Einwurf, thailändische (!) Freudenmädchen hätten keine Wahl, absurd. Das Bruttoinlandsprodukt Thailands ist gut 5 mal so hoch wie das Kambodschas (nach Schätzungen eines hiesigen Magazins soll das Durchschnittseinkommen incl. Schwarzgelder bei 25.000 Baht, also ca. 700 Euro, pro Person in Thailand liegen).

Danke, blue_apricot, dass du uns noch einmal Einblick in die Denkweise spinnerter Aktivistinnen gegeben hast. Heute findet sich in der Süddeutschen übrigens ein Artikel über die Prostitution in der Schweiz mit einem geschätzten Anteil der Zwangsprostitution von gerade mal 10 (zehn) Prozent! Nur, falls du jetzt gleich wieder auf diese Schiene hüpfen willst. 

Bedanken möchte ich mich auch für jede Hilfe bei Adrenalin- und Testosteronausschüttungen. Wie du ganz richtig sagst, stilles Früchtchen, funktioniert ein Mann in der Regel so: Je lebendiger er ist, desto mehr Frauen möchte er befriedigen. Gerade habe ich einem Amerikaner am Strand, der u. a. meinte, man könne in Thailand keinen kostenlosen Sex bekommen und die professionellen Freundinnen ("professional girlfriends") würden allesamt ihren Orgasmus vortäuschen, verschiedene Merkmale erklärt, wie man diesen oder zumindest ihren Genuss erkennen kann. Neben der veränderten Intensität ihres "Ausflusses" und vor allem des verstärkten Geruches gibt es da ein ganz sicheres Merkmal: Die Verfärbung (Rötung) der inneren Schamlippen. Und nun schau mal nach, ob sich da bei dir noch so viel tut wie bei einigen Freudenmädchen in Pattaya, ehe du anderen deine Lustfeindlichkeit als Ethik reinschieben willst.

Oder stell einfach mal selbst einer am Straßenrand bettelnden Kambodschanerin mit Baby im Arm 2 Kilo Carnation-Pulver vor die Knie, statt das Geld dafür bei geistesschwachen buddhistischen Lehrern zu lassen, die deine Verwirrung nur vertiefen, statt sie aufzulösen. Oder begib dich auf der Suche nach einer migränegeplagten anderen Bettlerin zu - oja, echten ! - Mönchen in den Tempel, wo sie dir den Weg zu Migranten weisen, die billig oder kostenlos in armseligen Barracken hinter den schönen Buddhahallen hausen dürfen.

Du Blödschwätzerin. [Aufgrund von neuerlicher Kommunikation im Buddhaland gelöscht.]



[Amy Suzuki - "A Token of Love"]

Kommentare:

  1. Ich habe ein typisches Orgasmusmerkmal bewusst nicht erwähnt: Die Kontraktion von Scheidenmuskeln und der Gebärmutter. Gerade im professionellen Gewerbe haben manche Frauen gelernt, diese Muskulatur "täuschend echt" zu trainieren. Dafür gibt es hier ein anderes Zeichen, das auf ihren Genuss hinweist: Sie gibt einem alle Zeit der Welt, während man sie befriedigt (während sie sonst in der Regel schnell wieder geht).

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