Mittwoch, 29. Juni 2016

Warum Buddhisten keine Vegetarier sein müssen

Ein Leser fragte mich neulich, warum ich - bei meiner Empathie für Menschenaffen - so spitz auf buddhistische Vegetarier reagiere. Ich nehme das zum Anlass, meine Position ausführlicher als vor ein paar Jahren darzustellen.
   Zunächst geht es mir nicht um gesundheitliche oder ökologische Aspekte, wie ich hier schon einmal schrieb. Auch ich senke meinen Cholesterinspiegel, wenn ich auf tierische Produkte verzichte, beanspruche weniger Anbaufläche und verursache weniger CO2-Ausstoß, sollten meine Nahrungsmittel überwiegend vegetarisch sein. Mir geht es allein um die unzureichende ethische Begründung von Buddhisten, und ich ergänze noch, die mangelnde Logik prominenter Philosophen wie Peter Singer. Ich will darstellen, warum gerade der Buddhismus sich eignet, die verzerrte Sicht aufs Leiden zu korrigieren.

1) Es gibt eine Regel, kein Leben zu nehmen. Im Ordenskodex für Mönche wird klar, dass menschliches Leben über tierischem steht. Ein weiterer Hinweis sind die Essensvorschriften für Mönche. Zehn Arten von Fleisch werden verboten, darunter Tiere, die kulturell bedingt in Süd(ost)asien schon lange einen besonderen Schutz genießen (wie Elefanten), oder solche, die man vermenschelt hat (wie Hunde). Diese Vorschriften zeigen, dass Vegetarismus für Buddhisten nicht angedacht ist, da Essensspenden von Rind, Schwein, Huhn oder Fisch (oder auch von Insekten) weiterhin verzehrt werden können. Für Laien gelten diese Einschränkungen sowieso nicht. 

Fazit 1: Die Regel zum Abstehen vom Töten wird im Palikanon nicht so ausgelegt, dass man die Nachfrage nach Fleisch verringert, indem man überhaupt keines mehr isst. Fleischgenuss wird als normal angesehen. Allerdings wird zwischen Tieren ein Unterschied gemacht, die üblicherweise fürs Essen Gezüchteten können weiterhin sogar von Mönchen vertilgt werden.

2) Oft wird auf Textstellen verwiesen, die den Metzger für sein schlechtes Karma bedauern. Wir neigen dazu, das auf unsere Zeit zu projizieren, aber früher schlachteten sehr viele Menschen ihr Vieh selbst. Im Grunde waren sie also alle Metzger, herausgehoben wird aber der Berufsstand, der besonders viel schlachtet oder mit Tieren handelt. 

Fazit 2: Schlachten in Maßen ist kein besonderes Thema im Buddhismus, was wohl auch daran liegt, dass die Mönche sonst der Gefahr mancher Mangelernährung ausgesetzt gewesen wären, wenn gar kein gespendetes Fleisch mehr in ihren Topf gewandert wäre.

3) Wie Peter Singer argumentieren viele Buddhisten mit der Verpflichtung, Leiden von Tieren zu vermeiden. Übersehen wird dabei, dass jedes Wesen nur einmal stirbt und das Leiden des Sterbens nicht vermeidbar ist. Allerdings kann man Unterschiede in der Dauer des Leidens - von der Erkenntnis, sterben zu müssen, bis zum Tod - feststellen. Im Buddhismus wird nicht schlüssig gezeigt, dass ein Tier die Ursachen des Leidens aufheben könne, denn dazu würde ja auch Einsicht in die vier Wahrheiten gehören, das Beseitigen von Unwissenheit und das Praktizieren des achtfachen Pfades. 

Fazit 3: Es ist Tieren bei der logischen Anwendung des buddhistischen Heilsweges nicht möglich, ihr Leiden aufzuheben.

Welche Leiden hebt aber nun der Mensch auf? Es ist weder das Sterben an sich, das er mit dem Tier teilt, noch sind es körperliche Schmerzen per se. Was er ändern kann, ist das "Leiden am Leiden", er kann sich mental z. B. so üben, dass er dem Tod - zumindest scheinbar - gelassen ins Auge sieht. Dies ist Tieren so auch nicht möglich, da sie adrenalingesteuerte Fluchtreaktionen zeigen, wenn sie Gefahr wittern. Das Äquivalent zum coolen Zenmeister, der ein Gedicht schreibt und sich dann sozusagen selbst für immer schlafen legt, wäre ein Tier, das keine Zeit hat, lange zu leiden und diese natürlichen Reaktionen zu zeigen, die im Übrigen auch ein Mensch zeigen würde. (Über die Frage, ob es sich überhaupt lohnt, für das unabwendbare Sterben, das meist konkret nur einen sehr geringen Teil der Lebenszeit wirklich Kummer macht, ein jahrelanges Training auf sich zu nehmen, habe ich hier schon einmal gesprochen - ich glaube das nicht, lediglich eine Anwendung dieser Angstfreiheit während der Lebensspanne vor dem Sterben - wie z. B. von den Samurai gelehrt - macht Sinn). 

Peter Singer ist Anhänger des (Präferenz-)Utilitarismus, der eine Handlung als richtig ansieht, wenn sie ebenso viel oder mehr Glück für die Beteiligten bringt als etwaige Alternativen. Ja, Singer spricht wirklich von "Glück". Das ist im Grunde schon ein Fehler, denn das Glück von Menschen bemisst sich subjektiv, und wenn die meisten Menschen auf einer Glücksskala einen Absturz erleben, weil sie kein Fleisch mehr auf dem Tisch haben, hat Singer sich damit selbst ins Knie geschossen. Für die Tiere wiederum existiert wohl gar keine "Glücks"kategorie. Für Tiere existieren Hunger oder Nicht-Hunger, Krankheit oder Nicht-Krankheit als wesentliche Kriterien ihres Wohlbefindens. Der Tod ist keine Kategorie, der sie - wie uns Menschen - darauf brächte, sich mal jahrelang in die Berge zurückzuziehen, um sich darauf vorzubereiten. Wenn Tiere das vielleicht tun, dann um tatsächlich zu sterben. Mein Eindruck ist, dass Singer - im Gegensatz zu mir - nie länger auf einem Bauernhof und mit (Schlacht)Tieren gelebt hat. Er will Handlungen nach den "Folgen" (Konsequentialismus) beurteilen, nicht nach den Motiven (siehe auch den kürzlichen Beitrag zum "effektiven Altruismus" hier in diesem Blog). Moralisch richtig würde also, was die besten Konsequenzen für alle hat.

Wenn man Singer weiterdenkt, bedeutet dies, dass kaum noch Kühe und Schweine und Hühner zur Welt kämen, weil sie niemand nur zum Spaß versorgen wird. Singer stellt damit Nicht-Leben über das Leben, es ist moralisch richtiger, etwas nicht ins Leben zu lassen, wenn es später gegessen wird. Diese Idee ist für mich absurd und noch so eine Kopfgeburt, da die ganze Natur und auch das Tierleben auf dem Prinzip "Fressen und Gefressenwerden" beruht. Unsere Tierhaltung zwecks Nahrungsversorgung ist lediglich eine Fortsetzung dieses Prinzips, an dessen Ende wir als Menschen das Glück haben, selbst kaum von jemandem gefressen zu werden. 

Gehen wir mehr in die Tiefe. Singer meint, es ginge um Intressenabwägung, jedes Tier habe als elementarstes Interesse, Schmerz zu vermeiden. Hier stimme ich ihm zu, weswegen Tierhaltung entsprechend zu gestalten ist. Im Hinblick auf das Töten (oder: Sterben) bedeutet es lediglich, dass es möglichst schmerzfrei sein sollte. Wir Verbraucher müssten das mit höheren Preisen bezahlen. Sehr wahrscheinlich würde das den Fleischkonsum verringern. Im gleichen Sinn kann ich Singers Kritik an manchen Tierversuchen nachvollziehen.

Fazit 4: Leiden von Tieren ist nur im Hinblick auf Schmerzen und Angst zu verringern. Darum muss man aber nicht für Vegetarismus, sondern für eine andere Art der Tierhaltung plädieren, die vor allem mehr Auslauf und Platz für die Tiere berücksichtigt. 

Ich bin noch mit einer solchen Tierhaltung groß geworden. Singer rät deshalb dazu, kein Fleisch zu kaufen, wenn man nicht wüsste, von welchem Betrieb es käme, also keines aus irgendeiner Massentierhaltung. Ein riesiger Stall voller Kühe, die an Melkmaschinen angeschlossen sind, ist freilich noch kein Grund für Boykott, wenn man sich solche Betriebe mal selbst anschaut und nicht nur verfettete Hühner mit kaputten Beinen vor Augen hat. Massentierhaltung ist also auch vertretbar, wenn sie auf Schmerzvermeidung achtet, sie ist nicht an sich verwerflich. Ich glaube, da hat Singer eine eher romantische Vorstellung vom Landleben. Um die Massentierhaltung an sich zu verringern, ist es wohl am besten, man mindert die Überpopulation der Menschheit mit ihren Bedürfnissen. Ein weiterer Weg könnte der Verzehr von Insekten statt Säugetieren sein, da ihre Züchtung und Haltung offenbar klimafreundlicher ausfällt.



Kommentare:

  1. “Levve un levve losse” sagen die närrischen Kölner. Das ist zwar keine buddhistische Regel, aber eine durchaus brauchbare. Insbesondere auch im Hinblick auf unterschiedliche Meinungen. Anonym hat mir hier ja eine eingeschränkte Wahrnehmung attestiert, weil ich die “Wahrheiten” nicht erkenne. Ich kann damit leben und wundere mich immer wieder, wie viele Leute DIE Wahrheit kennen. Ich äußere hier lediglich meine (unbuddhistische) Meinung, ohne Absolutheitsanspruch. Als Unerleuchteter sei mir das gestattet. Wenn ich irgendwelche religiösen Gefühle verletze, tut mit das leid. Imho hat aber auch der Buddhismus jede Menge “Bugs”.

    Mit “heiligen Schriften” zu argumentieren, finde ich grundsätzlich albern. Die innerreligiöse Debatte überlasse ich den Erleuchteten.

    “Im Ordenskodex für Mönche wird klar, dass menschliches Leben über tierischem steht.” Aber höchstens, wenn der „Übermensch“ durch die dualistische Brille blickt.

    Dem Konzept des Karmas kann man nur etwas abgewinnen, wenn man es metaphorisch versteht und mit wissenschaftlichen Erkenntnissen in Einklang bringt. Das esoterische Konzept des Karmas ist Bullshit.

    „Nach buddhistischen Regeln darf ich nicht töten, aber wenn sich der Metzger das Karma auflädt, bin ich fein raus.“ wäre eine fast schon lächerliche Argumentation für buddhistische Pussies. Ich bin der Meinung, dass jeder, der Fleisch „genießt“, mindestens einmal mit eigenen Händen das Leben eines Tiers beendet haben sollte. Am besten so richtig schön mit viel Blut und ordentlich Geschrei, als Bewusstseinserweiterung sozusagen.

    Konventionelle Massentierhaltung ist pervers.

    Um es kurz zu machen: Auch hier habe ich kein gutes Argument FÜR Fleischkonsum vernommen. Deshalb bin ich Vegetarier. Wie du festgestellt hast, töten Tiere nur, um zu überleben. Da scheinen sie menschlicher zu sein als viele Menschen. Ich überlebe auch problemlos ohne Fleisch. Für mich ist das auch überhaupt kein Verzicht, sondern eine Bereicherung. Ich sehe einfach kein Notwendigkeit.

    Meister Guido, meine Kritik ist allgemein gehalten und bezieht sich nicht auf deine Person. Da du mit Gegenpositionen auch nicht geizig bist, was mir grundsätzlich ganz besonders gut gefällt, wirst du mir das nachsehen. Wenn man nur im eigenen Saft schmort, kommt man nicht weiter. Es sei denn, man ist ein Sauerbraten.

    Gruß

    Beginner

    https://www.youtube.com/watch?v=iTzzQeu3O5k

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  2. Guido, logisch ist das alles richtig was du schreibst.

    Die Natur ist wie sie ist. Ein einzelner Löwe frisst, was er sich reißen kann. Manche Arten erkennen, dass sie im Kollektiv am stärksten sind. Und Menschen essen Tiere, einfach weil die Natur dieses Bild zulässt. Ebenso lässt sie eine vegetarische Lebensweise zu. Sich nun im Streit über diese Linearitäten zu verlieren, ob einige dieser Facetten einen höheren moralischen oder ethischen Nutzen hätten als andere ist in meinen Augen eine endlose Anstrengung.

    Beim Essen geht es ganz konkret um mich!

    Also: Ich sehe an meinem Bauch herunter. Sehe ich mein Glied noch? Blutwerte, sind die OK? Ist mein Herz OK? Wie werde ich meiner Umwelt auf den Sack gehen, wenn mein Körper nicht mehr funktioniert und inwiefern kann ich das positiv durch meine Ernährung und Lebensweise beeinflussen?

    Ich ernähre mich rein pflanzlich seit einer ganzen Weile und das aus völlig egoistischen Gründen. Mein Körperfettanteil ist runter auf ca. 10% und ich bin wieder vermehrt sportlich aktiv, Magen und Haut sind sehr vital. Kurzum: alles ist gut bei mir und das finde ich schön. Das war mal etwas anders, v. a. durch die vielen Milchprodukte. Mein lieber Schieber, ich habe es bei hochwertigem Käse richtig krachen lassen, und das täglich. Wie auch immer. Jeder wie er will.

    Wie sieht es bei dir aus?
    Schau, dass du gesund bleibst,
    und der Welt noch lange erhalten! :-)
    Das wäre richtig buddhistisch!

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  3. Ich habe glatt vergessen, dass ich dir bzgl. der besseren Tierhaltung zustimme. Wenn Nutztiere halbwegs mit Würde leben könnten und ein angemessenes Alter erreichen dürften, wäre schon viel gewonnen. In der Realität müssen die meisten aber eingepfercht vor sich hin vegetieren, sehen oft kein einziges Mal die Sonne und werden schon als “Kinder” geschlachtet.

    http://www.vegetarische-initiative.de/lebenserwartung_der_tiere.htm

    “Sie leben, um zu sterben!” In diesem Fall ist Nicht-Leben dem “Leben” in der Tat vorzuziehen.

    Es gibt übrigens schon eine modernere Möglichkeit, ohne Tötungen die Fleischeslust zu stillen.

    http://future.arte.tv/de/gehts-auch-ohne-fleisch-2/vitro-fleisch-nahrungsmittel-der-zukunft-0?language=de

    Gruß

    Beginner

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  4. Beginner: Nur zu, konträre Meinungen haben hier durchaus ihren Platz, ich hab bisher nur diejenigen gelöscht, die nichts als herablassende ad personam Angriffe enthielten oder saublöden Scheuklappenbuddhismus.

    Wie gesagt, kann ich an sich nichts gegen Vegetarismus haben, er ist nur nicht mein Ding. Mein Hauptargument FÜR den Fleischgenuss (und den anderer tierischer Produkte) ist schlicht, dass mir das Essen dann besser schmeckt, und dass ich so leichter zu einer ausgewogenen Ernährung komme. Ich muss z.B. täglich Säureblocker einnehmen, was den Vitamin B 12-Bedarf erhöht. Für mich wäre schon aus medizinischer Sicht eine vegetarische Ernährung aus verschiedenen Gründen nicht anzuraten.

    Zwar mache ich mir jetzt mit gut 50 auch Gedanken, wie ich möglichst angenehm altern könnte, aber ein langes Leben an sich will ich nicht ernsthaft erstreben, das wäre mir zu viel Anhaftung. Wenn der Tod früher kommt, muss es ja auch irgendwie in Ordnung sein, ich will mir da gar nichts in den Kopf setzen.

    Das Argument, dass Tiere nur töten, um zu überleben, würde auch für mich gelten, wenn wir noch Jäger und Sammler wären. Ich wäre dann mit großer Sicherheit beides, würde also auch jagen, um zu überleben. Aber mein Gemüse baue ich heutzutage genauso wenig selbst an wie ich Tiere schlachte. Was ich zum Überleben brauche, stellen andere her (nicht zuletzt auch Medizin, in der teilweise schon tierische Produkte enthalten waren). Gut möglich, dass ich selbst anfangen würde zu jagen (oder/und zu fischen), wenn es z.B. per Gesetz keine tierischen Nahrungsmittel mehr zu kaufen gäbe. Das Problem beim Fleischkonsum ist ja eher die Wurst oder das verarbeitete und sehr salzhaltige Fleisch. Demnächst schreibe ich hier einen Artikel zum Eisenmangel in Kambodscha, den man m.E. am leichtesten durch Fleisch - natürlich auch mit einigen Pflanzen - beheben könnte, statt Eisenfische mit dem Sud zu erhitzen (worauf ich dann noch zurückkomme).

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  5. funktor: Kann ich verstehen, Du machst das schon richtig. Aus egoistischen Gründen genieße ich aber weiterhin Fleisch, auch wenn ich momentan Fisch bevorzuge ... Ich kenne die Vorbehalte gegen Milchprodukte bzw. Proteinkonsum (momentan meint man ja z.B., er könne sich ungünstig auf die Entwicklung von Alzheimer auswirken), meine Oma schwor aber im hohen Alter auf ihre Kuhmilch (und nahm fast nix anderes mehr zu sich), und ich bin seit Jahren Fan von Lactobacillus-haltigen Joghurt (Käse ist dort, wo ich nun bevorzugt lebe, zu teuer, und Milch an sich bekommt mir nicht mehr). Dass damit das Gewicht schwerer zu drosseln ist, ist schon klar. Weniger essen, mehr Bewegung, das ist das ganze Geheimnis. Als ich ausgerechnet im armen Kambodscha in meinem Hotel mal einer Gruppe begegnete, die von einer gertenschlanken Profiradlerin angeführt wurde und den Einheimischen Diätprodukte schmackhaft machen wollte, traute ich meinen Ohren nicht. Ausgerechnet da, wo Mangelernährung verbreitet ist. Mit diesem Geschäftszweig hab ich jedenfals nix am Hut.

    Meine Wäschefrau meinte, ich hätte abgenommen. Morgen ist Wiegetag. Ich glaube es nicht, denn diesen Monat gab's zwar zweimal am Tag Reis und frisches thailändische Essen, aber dazwischen auch ne Menge Erdnüsse. Bloß die Schokolade hab ich mit einem weinenden Auge verbannt.

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  6. @Guido

    Mit bewusstem Fleischkonsum aus z. B. gesundheitlichen Gründen habe ich kein Problem, mich stört hauptsächlich die würdelose Massentierhaltung. Ich bin ja auch kein Veganer, nehme auch Milchprodukte zu mir, aber versuche halt wenigstens durch Bio den Tieren ein etwas angenehmeres Leben zu ermöglichen. In Indien kümmert man sich teilweise bis zum natürlichen Tod um die Kühe, obwohl sie keine Milch mehr geben. Das wäre für mich ideal, dafür würde ich auch gerne mehr bezahlen. Jagd ist eigentlich die beste Art, an Fleisch zu kommen. Da haben die Tiere wenigstens ein Leben in Freiheit. Jagende Naturvölker haben auch noch Respekt vor den Tieren. Daran mangelt es den “modernen” Gesellschaften.

    @funktor

    Komplett vegan, Respekt! Und das obwohl man als Veganer sogar den Fressflash vorausplanen muss, weil es an der Tanke vermutlich keine vegane Schokolade gibt. B12 nimmst du aber hoffentlich. Ich hatte auch mal in Erwägung gezogen, komplett pflanzlich zu leben. Da muss man sich aber wirklich sehr ausgewogen ernähren und regelmäßig das Blut checken lassen. Das ist schon fast eine Wissenschaft für sich. Anders als bei B12 kann man z. B. Kalzium oder Eisen nicht einfach bedenkenlos durch Nahrungsergänzungsmittel zu sich nehmen, weil zu viel davon auch wieder nicht gut ist. Aber vielleicht versuche ich irgendwann doch noch.

    Grüße

    Beginner

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  7. @Guido: Ja, ich kenne die ganze Debatte über die Milch natürlich. Letztlich achte ich einfach darauf, dass ich meinen Körper durch Essen nicht zu sehr belaste. Mir gelingen dann einfach viele Dinge leichter, oder überhaupt erst. Du schreibst ja hier hin und wieder dein Gewicht, sind über 100 bei dir, oder? Wenn du kein 2-Meter-Riese bist, dann ist das auf jeden Fall eine Hausnummer. Aber... das Thaiessen ist auch schon eine ziemlich geniale Erfindung. Insofern kann ich das verstehen. Essen selbst ist auch schon etwas ziemlich gutes. Naja, solange man sich durch diese Leidenschaft eben nicht zerstört.

    @Beginner: Ja klar, B12 nehme ich. Ich esse viele Linsen, Kichererbsen (Hummus z. B.), Falafel, Reis, Süßkartoffeln, Quinoa, hochwertige Öle, Nüsse, Mangos, Äpfel, Brot, Kokosmilch, Seitan, Lupinen, Salate, ..... eeeeendlos! Checken hin und wieder... naja, mache ich nicht. Und eine Wissenschaft ist es auch nicht.. sondern einfach nur eine Ernährungsidee. Leben und leben lassen! :-)

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  8. Man ist was man isst. Die Qualität der Nahrung wirkt sich auf die geistigen, seelischen und körperlichen Ebenen aus. Da die naturgegebenen Ressourcen, Nahrung seit vielen Jahren durch künstliche von Menschen gemachten Mitteln vergiftet werden, sind die daraus entstehenden psychischen wie physischen (Zivilisations) Schäden, Erkrankungen tiefgreifend, vielfältig und offensichtlich.
    Diese Umweltgifte Aus-wirkung machen weder von Pflanzen, Tieren, u.a auch Insekten noch von den Menschen halt.(Weissagung der Cree-Erst wenn der letzte Baum gerodet, der letzte Fluss vergiftet, der letzte Fisch gefangen ist, werdet Ihr merken, dass man Geld nicht essen kann.“)



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