Donnerstag, 26. Dezember 2013

Indiana Jones war ein buddhistischer Mönch

William Montgomery McGovern (1897-1964) lehrte als Professor an der Northwestern University in Illinois, USA. Seine Vorlesungen waren stets mehr als ausgebucht, denn der Anthropologe führte ein abenteuerliches Leben und wusste einiges zu erzählen. So hatte er nicht nur eine Revolution in Mexiko überlebt, sondern war zeitweise Mönch in einem japanischen Kloster, Kriegsberichterstatter für die Chicago Times in der Mandschurei und Militärstratege im Dienste Präsident Roosevelts. Studiert hatte er selbst an der Sorbonne, in Berlin und Oxford, und im Kloster Nishi Honganji in Kioto (heute der Haupttempel der Jôdo Shinshu)  einen geistlichen Doktortitel erworben. Mc Govern soll 12 Sprachen gesprochen haben, obwohl er auf einem Ohr taub war. Die Schauspielerin Elizabeth McGovern (Downtown Abbey, Once upon a time in America) ist seine Enkelin. 

Aus Tibet wurde vom Time Magazine eine pfiffige Anekdote berichtet. McGovern hatte sich als Kuli herrichten lassen, die Haut gefärbt und die blauen Augen durch eingeträufelten Zitronensaft verdunkelt. So gelang er inkognito nach Lhasa, die damals "Verbotene Stadt". Ein Mob buddhistischer Mönche bekam davon Wind und begann, das Haus, in dem er sich befand, mit Steinen zu bewerfen. McGovern schlich durch die Hintertür hinaus, gesellte sich zu ihnen und warf ebenfalls Steine auf das Haus ...

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