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Yangshan Huiji (807-883)

  Yangshan war der Hauptschüler von Guishan Lingyou. Beider Namen bildeten später den der Guiyang-Schule. Da seine Eltern es zunächst ablehnten, dass er Mönch wurde, soll er sich zum Zeichen seiner Ernsthaftigkeit zwei Finger abgeschnitten haben. Guishan fragte Yangshan: „Hast du als Novize einen Gastgeber oder nicht?“    Yangshan erwiderte: „Ich habe einen.“    Guishan fragte: „Wer ist es?“    Yangshan ging von West nach Ost und blieb dann aufrecht stehen.    Guishan erkannte, dass Yangshan ein besonderer Mensch war. *** Jemand bat Yangshan: „Kannst du mir das Prinzip vom Erlangen des Geistes erläutern?“    Yangshan sagte: „Da ist kein Geist zu erlangen. Dieser unerlangbare Geist ist es, den man Wahrheit nennt.“ *** Ein Mönch fragte Yangshan: „Was ist der Unterschied zwischen Himmel und Hölle?“    Yangshan zeichnete eine Linie auf die Erde.  

Jiashan Shanhui (805-881)

  Jiashan war ein Schüler von Chuanzi Decheng (dem „Bootmönch“). Als einer der ersten verband er Zen mit der Kunst des Teetrinkens („Zen und Tee: ein Geschmack!“). Ein Mönch sagte: „Den Lehren der Buddhas und der Alten wurde stets Bedeutung beigemessen. Warum behauptet der Meister, es gäbe keine?“    Jiashan erwiderte: „Iss drei Jahre lang nichts, und du wirst niemanden sehen, der hungrig ist.“    Der Mönch fragte: „Wenn niemand hungrig ist, wieso kann ich dann nicht erwachen?“    Jiashan sagte: „Weil dich Erwachen verwirrt hat.“  Dazu verfasste er diese Verse: „Klar und leuchtend, kein Dharma des Erwachens. Erwachen verwirrt die Menschen. Mit beiden Füßen und Augen im Paradies: Nichts falsch, nichts richtig.“ *** Jiashan sprach zu den Mönchen in der Vortragshalle: „Ich lebe nun seit zwanzig Jahren auf diesem Berg und habe die ganze Zeit kein Wort über die wesentliche Lehre des Zen verloren.“    Ein Mönch meinte: „Der M...

Moshan Liaoran (?-895)

  Moshan war eine Schülerin von Gao’an Dayu. Zen-Meisterin Moshan Liaoran aus Ruizhou war eine Schülerin von Gao’an Dayu. Der Mönch Guanxi Xian suchte sie auf und sagte: „Wenn hier jemand dessen würdig ist, bleibe ich; wenn nicht, stürze ich die Meditationsplattform um.“ So betrat er die Halle.    Moshan sandte ihren Gehilfen, um den Besucher zu befragen: „Ehrwürdiger, seid Ihr nur zu Besuch oder trachtet Ihr nach dem Buddhadharma?“    Guanxi erwiderte: „Ich suche den Dharma.“    Also setzte sich Moshan auf den Dharma-Sitz und Guanxi trat zu einem Gespräch ein.    Moshan fragte: „Ehrwürdiger, wo kommt Ihr her?“    Guanxi antwortete: „Von der Kreuzung an der Hauptstraße.“    Moshan fragte: „Warum nehmt Ihr Euren Sonnenhut nicht ab?“    Guanxi antwortete eine Weile lang nicht. Schließlich nahm er seinen Hut ab, verbeugte sich und sagte: „Wie steht es mit Moshan [was auch der Name des Tempelberges is...

Wiederbelebungs-Techniken in den Kampfkünsten (III)

Innoh kappo Hoden-Wiederbelebung Hier wird beschrieben, wie man Hoden, die sich in den Körper zurückgezogen haben, wieder herausbekommt. Wenn jemand nach einem Tritt in die Hoden oder einem entsprechenden Unfall ohnmächtig wurde oder ihm schlecht ist, sollte man dies anwenden. Je nach Situation kann man die makai- Massage hier auslassen. Zunächst werden die Schenkel gespreizt. Sind die Hoden nicht sichtbar, stecke man die Arme unter die des Patienten und hebe ihn ca. 9 cm vom Boden hoch. Von dort lasse man ihn ca. fünfzehn Mal auf den Hintern plumpsen. Danach trete man ihn leicht – so wie man auf eine Stufe tritt – mit den Zehen in den so genannten Samurai-Knochen, also die freie (zweitunterste) Rippe beidseitig. Man halte ihn dabei möglichst an den Schultern fest, damit er nicht umfällt. Üblicherweise erscheint dann zunächst der rechte Hoden, dann der linke. Verbleibt nur ein Hoden im Körper, so trete man auf die freie Rippe der anderen Seite. Danach sollte der Patient flach auf...