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Eido Shimano Roshis letztes Teisho - über Dogens "Shoji"!

[Dieser Beitrag wurde einige Wochen im Voraus verfasst.] In diesem Blog findet sich bereits eine gewisse Würdigung von Eido Shimano Roshi bzw. noch eher eine Verteidigung gegen die Schmierkampagne, der er in hohem Alter ausgesetzt war. Mitverantwortlich waren Initiativen aus dem Umfeld von Richard Aitken und von Kobutsu Malone sowie "Enthüllungen" von Mark Oppenheimer, der in einem Youtube-Interview mit Buddhist Geeks einen Praktizierenden derart zitiert: Von den großen vier japanischen Lehrern, die in die USA entsandt wurden, seien drei durch ihr sexuelles Fehlverhalten in Verruf geraten, sowie ein Schüler des vierten. Mit den dreien sind Maezumi, Shimano und Sasaki gemeint. Irgendwo habe ich mal ein Filmchen verlinkt, in dem Maezumis Tochter dazu Stellung nimmt; sie sagt, er sei ein schlechter Vater gewesen, aber wenn sie sähe, welche Wirkung er mit seiner buddhistischen Arbeit erzielt hätte, würde ihr das großen Respekt abringen. Der vierte war Shunryu Suzuki, und der ...

Ein weiterer Kommentar zu Hitoshi Nagai? Dann doch lieber Schuhe!

Ich wollte hier seinen Essay „Why isn’t consciousness real?“ zusammenfassen und kommentieren. Es wurde mir zu kompliziert. Hitoshi Nagai sagt, nach verbreitetem Verständnis besäße jeder Mensch einen Geist oder ein Bewusstsein, beides sei durch dessen Hirnaktivität erzeugt. Er will dieses Verständnis herleiten und vernichten, dabei jedoch aufzeigen, dass diese Illusion für unser Verständnis von Wirklichkeit (actuality) vonnöten sei. Nagai stellt voran, dass er selbst eine Art Fiktion entwerfe und sein Essay sich nicht systematisch zu einer Wahrheit hin entwickle, sondern eher eine Schleife (loop) beschreibe. Dann bittet er uns, ein Verständnis des „Zombie“ – gemäß des Philosophen David Chalmers – im Sinne zu behalten, den er als Wesen ohne Bewusstsein definiert (etymologisch kommt das Wort jedoch von „Gott“ oder „Seele“ und beschreibt einen Geist, der Lebende drangsaliert, also einer zielgerichteten Aufgabe nachgeht).   Ich wollte Nagai auch die schon in meinem Beitrag über sein...

"Das Ego muss weg!"

Ich will hier ja nach Möglichkeit im Zweiwochenrhythmus updaten. Nun werde ich ein wenig schummeln und nach dem heutigen aktuellen Text zwei weitere Beiträge rückdatieren - falls Ihr Euch wundert, wo die denn auf einmal herkommen. Mit was ich u. a. beschäftigt war, schreibe ich dort. Als ich heute vor der Entscheidung stand, mir zur Unterhaltung einen alten Marx-Brothers-Film oder einen neueren über "Zen-Meister" auf Youtube anzuschauen, habe ich mich zwecks Inspiration dieses Blogs für den [heute am 28.10.2026 verschwundenen] hübsch gemachten Film von Thorsten Heisan entschieden. Der naive Thorsten (sein Schlusswort lautet, alle Antworten der Lehrer seien "von der gleichen Essenz getragen") ist selbst schuld, denn er gibt vor, zwölf solcher Meister/innen interviewt zu haben. Wie aufmerksame Leser meines Blogs wissen, aber spätestens in seinem Film erkennen können, haben einige von den Interviewten nicht nur formal keinen Meister-Status, sondern tatsächlich auc...

Penetre und ich - ein erster Kommentar zu Hitoshi Nagai

M uho hat sich ausgiebig mit dem japanischen Philosophen Hitoshi Nagai (geb. 1951) beschäftigt . Im letzten Jahr habe ich seine Beiträge hierzu verfolgt, konnte aber beim ersten Eindruck seine Begeisterung oder auch nur das Interesse nicht teilen oder nicht recht nachvollziehen. Die Gedanken Nagais spielen nun wieder in Muhos neuen Youtube -Clips eine Rolle, und als ich bei Wikipedia den Hinweis las, dass sich Übereinstimmungen bei Nagai und Kosho Uchiyama fanden, einem der Dharma-Nachfolger Kodo Sawakis, wollte ich in das Thema doch tiefer einsteigen. Der Grund ist vor allem, dass ich im Laufe der letzten Jahrzehnte in Foren und auch bei meiner eigenen Uchiyama-Lektüre für mich den Eindruck gewann, dass er nicht nur Sawaki teils anders interpretierte als etwa Taisen Deshimaru, sondern auch, dass sein Zen-Verständnis eingeengter als das von Deshimaru war. Deshimaru war für mich zwar ein wichtiger Einstieg ins Zen, von seiner (und Uchiyamas) Zazen-Besessenheit habe ich mich jedoch rela...

Noch mehr Bilder aus Thailand - und wie ein Bauernsohn der Covidiotie etwas abgewinnt

Was Bilder so alles anrichten können ... Vergangenheit und Gegenwart. 27.000 Tote bei der letzten bedeutenden Grippewelle in Deutschland. Covid-Tote bisher bei knapp 10.000. Wer ist momentan schwer erkrankt und muss deswegen im künstlichen Koma beatmet werden im Krankenhaus? Wie viele sterben noch daran? Eine Untersuchung von Blutproben aus dem letzten Jahr zeigte, dass ca. 80 % gegen das neue Corona-Virus aktiv wurden - unsere Killerzellen (Lymphozyten) können damit also offensichtlich überwiegend fertig werden. Es ist unverkennbar, wie groß die Angst der Menschen weltweit vor dem Sterben ist und zu welchen Fehlern das führt. Ich habe eine gute Zeit. Dieser Wahnsinn nutzt mir. Es ist ruhig in meiner Gegend, es sind kaum Touristen da. Die von den Supermärkten langfristig eingeplanten Lebens-und Genussmittel  blieben in den Regalen, nähern sich nun dem Verfallsdatum und werden billig verkauft (wie gerade die leckere weiße Lindt -Schokolade). Als die Buchläden geschlossen waren...

Zur Urlaubszeit: Bilder aus Thailand und eine alte Träumerei

*** In der letzten Zeit habe ich einige der zweiwöchentlichen Beiträge dieses Blogs mit Texten gefüllt, die ich in diesem Jahr (erfolglos) an Wettbewerbe schickte. Damit sprenge ich zwar manchmal den seit zehn Jahren hier eingehaltenen Rahmen des buddhistischen Bezugs, will aber auch darauf verweisen, dass ein Zen-Leben sich nicht (nur) um traditionelle Zen-Inhalte und Erklärungsversuche drehen muss. Meine Erfahrung ist, dass ein Leben im Zen-Geist die Kreativität anregt. Vor vielen Jahren habe ich bei USable mitgemacht und wurde auch mit einem Preis bedacht und zu einem wunderschönen Wochenende eingeladen, das fantastisch inspirierte Frauen für die Körber-Stiftung perfekt organisierten. Diese Tage waren nicht nur voller Erlebnisse, Diskussionen und kulinarischer Genüsse, sondern boten wohl auch einige Gelegenheiten für Liebschaften (die ich allesamt verpasste). Weil das so toll war, habe ich mich im Folgejahr nochmal unter einem Pseudonym beteiligt u...

Ausschluss von Dr. Klaus Zernickow alias Sotetsu Yuzen aus der Zen-Gemeinschaft (Sangha)

[Fortsetzung der Realsatire] "The latest and perhaps most disturbing scandal involves Sasaki Roshi, abbot and roshi of Mount Baldy Zen Centre in California, who has been sexually abusing women students for fifty years. Not to think this is a strictly American problem, there is the case of Dr. Klaus Zernickow (also known as Sotetsu Yuzen) in Berlin. The list is long (...)"  Stuart Lachs: "The Zen Master and Dharma Transmission: A Seductive Mythology", in: Dr. Amanda van Eck Duymaer van Twist (ed.):  Minority Religions and Fraud: In Good Faith (Farnham 2014), S. 206 * 1) Zur Behauptung, Dr. Klaus Zernickow alias Sotetsu Yuzen sei der Dharma-Nachfolger von Seki Yuho:   "Dr. Zernickow ist ganz sicher nicht einer der Dharma-Nachfolger von Seki Yuho Zenji Dai Osho. In der Todesstunde war Seki Hotei Kyuhai Osho bei seinem Vater und hat mir berichtet, dass sein Vater zwei Dharma-Nachfolger genannt hat, beide japanische Priester des Eigen-ji Sodo, e...