Donnerstag, 22. September 2011

Zen-Lexikon: Andô-Ank

Andô: Siehe Gojô-e.
Andôsu: Verantwortlicher Mönch für die Novizenquartiere.
Angan-shi-kitaru: Einem Menschen einen verborgenen Hinweis geben. „Dieser Mönch hat etwas in seinen Worten, was unausgedrückt bleibt, einen versteckten Hinweis.“ – Hekigan-roku 76.
Angesho: Ein Haus, in dem ein neuer Abt sich ausruht, bevor er seinen Tempel betritt.
Ango (skt. vârshika): Während der Sommerübung im Tempel bleiben. In Indien blieb ein Mönch zwischen dem 16. April und 15. Juli drei Monate lang zur Meditation und zum Sutrenlesen im Kloster. Siehe Shôbôgenzô Ango für eine genauere Beschreibung.
Ango-no-sanki: Die drei Zeitabschnitte des ango: der 16. April, die Zeit vom 17. April bis 15. Mai und die vom 16. Mai bis 15. Juli.
Angya: Auf der Suche nach einem wahren Zen-Meister zur Wanderschaft durchs Land aufbrechen.  „Er wollte wissen, wie viele Strohsandalen Huang-po auf seinen Reisen als Bettelmönch verschlissen hatte.“ – Shôbôgenzô Busshô.
Angyôtoku: Ein Mensch, der Wissen vorgibt. „Ich besitze das vollständig freie Wirken des Geistes und kann einen anyôtoku entlarven.“
An-i-fugin: Sutrenlesen zum Verwahren einer Gedächtnistafel in einem Schrein nach der Bestattungszeremonie.
An-itsu: Siehe Gyô-jiki.
Anja: Ein geschorener oder ungeschorener Hilfsnovize. Der erste war Hui-neng, der sechste Patriarch Indiens. „Zu dieser Zeit kam ein anja den Berg hinunter.“ – Eihei Kôroku II, 46.
Anja-bô: Novizenquartier.
Anja-ryô: Siehe Anja-bô.
Anjin: Ein friedvoller und gefestigter Geist. „Ich (Bodhidharma) habe euch anjin demonstriert.“ – Keitoku Dentôroku.
Anjin-ryûmyô: Siehe Anjin.
Anju: 1.) Der Meister einer Klause. „Einst kam ein Mönch zu einem anju und fragte: ‚Was ist das soshi-seirai-i (der Dharma)?‘ – Shôbôgenzô Dôtoku. 2) Eine Nonne.
Ankoku Kôtô (chin. An-kuo Hung-tao): Lebte zu Beginn der Sung-Ära in China. Mit zwanzig Jahren empfing er die buddhistischen Gebote, später wurde er zum Dharma-Erben von Hsüeh-feng und leitender Mönch im An-kuo-ssu Tempel in Fu-chou.
Ankokuzu: Auch Anguzu. Den Mund mit schwarzen Bohnen vollstopfen, d.h. nicht an den buddhistischen Schriften zu hängen. „Ich halte viel von ihm. Er ist ein Mann des ankokuzu.“ – Dentôroku 12.
Ankotsu: Die Asche eines Verstorbenen in einen Schrein legen. „Schüler und buddhistische Brüder, bittet die Mönche um den Dienst des ankotsu.“ – Chokushû-shingi, 3.

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