Sonntag, 21. August 2011

Zen-Lexikon: Am-Andabasha


Ama (skt. bhikshuni): Buddhistische Nonne.
Amacha: Himmelstee. Dieser wird bei der Begießungszeremonie einer Buddha-Statue (busshô-e) verwendet, weil die Himmelsgottheit zu Shâkyamunis Geburtstag Nektar über diesem ausgeschüttet haben soll.
Amen: Ein niederer Sitz; das angrenzende Zimmer. „Ich (Hsiang-yen) sah es klar im angrenzenden Zimmer.“ – Shôbôgenzô Jinzû.
Amida (skt. Amitâbha): Es heißt, er habe die 48 Gelübde als Hôzô-bhikkhu abgelegt und sei in Sukhâvati (dem Westlichen Paradies) nach langer buddhistischer Praxis zum Amitâbha-Buddha geworden. Er ist als der Hauptbuddha der Reinen-Land-Lehre (Jôdo-mon) bekannt. Der religiöse Glaube an ihn wurde von Donran, Dôshaku und Zendô in China systematisiert.
Ammyô: Einem Mönchen die Ordination (hômyô) geben. Siehe das Zenrin-Shôkisen und Tenshô-kôtôroku für eine genauere Beschreibung.
Amôdô: Ein Tempel, indem ein älterer Mönch im Ruhestand lebt.
Amyô-jakusô: Das Krächzen einer Kuh und der Schrei einer Elster. Beide stehen für die Darlegung des Dharma.
An: 1) Eine buddhistische Klause. 2) Ein kleiner Tempel unserer Zeit.
Anabadatta-ryû-ô: Einer der acht großen Drachenkönige. Er soll im Anavatapta(ohne Leidenschaft)-Teich im Norden des Himalaya gelebt haben.
Anagon-ka (skt. anâgâmin): Eine der vier Stufen der Arhatschaft. Siehe Shika.
Anakotô: Welcher? „Wenn ein Erdwurm in zwei Hälften geteilt wird, bewegen sich beide. Ich frage mich, welche von ihnen die Buddha-Natur hat.“ – Shôbôgenzô Busshô.
Anan (skt. Ânanda): Ein Cousin des Buddha und einer seiner zehn Hauptschüler. Er begleitete den Buddha zwanzig Jahre lang und war für sein gutes Gedächtnis bekannt. Rezitierte das sûtrapitaka beim Ersten Konzil.
Anan-kôshiki: Eine Zeremonie zur Preisung von Ânandas Verdienst. Siehe Anan.
Anaritsu (skt. Aniruddha): Ein Cousin des Buddha und einer seiner zehn Hauptschüler. Nachdem er einmal in Gegenwart des Buddha eingeschlafen war, gelobte er, sich nie wieder zum Schlafen hinzulegen. Er verlor dabei sein Augenlicht, doch erwarb das „wundersame Auge“, dass ihm intuitive Einsicht bescherte. Soll das abhidharma-pitaka beim Ersten Konzil rezitiert haben.
Anbai: 1) Dinge ausbreiten und anordnen. 2) Einen Menschen behandeln. Zu 1) „Dieses Sutra ist auf dem Sutra-Ständer angeordnet.“ – Shôbôgenzô Kankin. Zu 2) „Behandle diesen jungen Mönchen an einem anderen Ort gut.“ – Shôbôgenzô Hakujushi.
Anchiri: Insgeheim; implizit; im Dunkeln. „In der Täuschung sind wir noch im Dunkeln.“ – Kidôshû.
Anchû-fushi-no-hito: Die Buddha-Natur (letztgültige Wirklichkeit) im eigenen Körper. „Wenn du anchû-fushi-no-hito verstehen willst, musst du wissen, dass es in unserem gegenwärtigen Körper ist.“ (Shih-tous „Lied der Einsiedelei“)
Andabasha-e: Eine Umschreibung von antarvâsa (skt.). Siehe Gojô-e.

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen

Das Sichten und Freischalten der Kommentare kann dauern.